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Die Bitte „Hilf mir, es selbst zu tun“ ist viel zitiertes Motto und zentrales Prinzip der Montessori-Pädagogik. Und sie fasst prägnant zusammen, wie sich Kinder und Jugendliche aus Sicht der italienischen Ärztin Maria Montessori Wissen und Kompetenzen aneignen: nämlich aus Neugier und Interesse, mit Tatendrang und Eigenverantwortung, als Individuum ebenso wie in der Gemeinschaft. Entsprechend gestalten Montessori-Einrichtungen ihren Unterricht. Auch an der Montessori-Schule Würzburg bestimmen die Schüler deshalb von der ersten Klasse an ihren eigenen Lernprozess.

Das heißt: Ausgerichtet am bayrischen ISB Lehrplan entscheiden sie selbst, was sie wann, wie, wo und mit wem lernen möchten. So eignen sie sich nicht nur Sach- und Handlungskompetenzen an, sondern entwickeln auch Eigenschaften und Fähigkeiten wie Selbstbewusstsein und Eigeninitiative, Empathie und Kooperationsbereitschaft, Kreativität und Urteilsfähigkeit. Welche Projekte daraus entstehen können, haben Schüler der Würzburger Montessori-Fachoberschule im Rahmen der diesjährigen Stadtleseaktion „Würzburg liest ein Buch“ unter Beweis gestellt. Für ihren animierten Kurzfilm „Heimkehr in eine Welt, die es nicht mehr gibt“ wurde die Klasse 12 W mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Die Jury lobte nicht nur die ästhetische Gestaltung des Videos, sondern auch seine professionelle Vorbereitung, die Arbeitsteilung und den Literaturvergleich von Jehuda Amichais Roman und Wolfgang Borcherts Schauspiel. Weitere Auszeichnungen in diesem Schulwettbewerb erhielten Klassen der Montessori-FOS für ihren fachwissenschaftlichen Beitrag zu posttraumatischen Belastungsstörungen, für die Produktion eines Hörspiels sowie die Gestaltung alternativer Buchcover. Mit den prämierten Arbeiten haben die Schüler gezeigt, wie sachkundig und selbstständig, wie ideenreich und zeitgemäß sie ihr Fachwissen einsetzen.

Die Schüler der FOS präsentieren ihre Arbeiten am 30.09.2018 auf der Landesgartenschau im Pavillon von Stadt und Landkreis, in den Wissensgärten, gleich neben dem Food Court.

 

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