Start Konzept

Montessori-Hort

1. Entstehung und Leitgedanke

Seit 1991 – mit Beginn der Montessori-Schule im Raum Würzburg – besteht der Montessori-Hort, den Schülerinnen und Schüler im Alter von 5 bis 14 Jahren besuchen. Von engagierten Eltern als Elterninitiative gegründet, orientiert sich die professionelle Montessori-Hortarbeit an den wissenschaftlich fundierten Qualitätsstandards und den Empfehlungen für die pädagogische Arbeit in bayerischen Horten.
Träger des Montessori-Horts ist die Montessori-Fördergemeinschaft Würzburg e.V.
„Hilf mir es selbst zu tun“, ein zentraler Leitsatz der Montessori-Pädagogik, ist charakteristisch für den Hortalltag, den Kinder mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Begabungen gestalten und erleben.
Das pädagogische Team unterstützt die Kinder darin, sich die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten anzueignen, um im Leben gut zurechtzukommen. Eine ganzheitliche Sicht auf die Kinder trägt dazu bei, die individuellen Stärken und Schwächen des Kindes wahrzunehmen und Struktur und Angebote im Hortalltag danach auszurichten.

 

2. Montessori-Hort im Schuljahr 2011/12 - Die Hortklassen gehen ins 3. Schuljahr

Im Rahmen des von der Montessori-Fördergemeinschaft initiierten Strategieprozesses zur zukunftsfähigen Weiterentwicklung der Montessori-Einrichtungen wurde auch im Bereich der Hortarbeit intensive Konzeptarbeit betrieben. Unter Einbezug von PädagogInnen aus dem Hort- und Schulbereich, Vorstand, Eltern und Kindern wurden mit Beginn des Schuljahres 2009/10 sog. Hortklassen eingerichtet. Eine professionelle Zusammenarbeit zwischen Schule und Hort, um ganztägig Erziehung, Bildung und Betreuung zu ermöglichen ist das Ziel der Hortklassen.



k-Tamara_02

 

2.1 Pädagogischer Auftrag des Montessori-Horts

Eltern, die ihr Kind an der Montessori-Schule anmelden, haben die Möglichkeit, sich auch gleichzeitig für eine ganztägige Hortbetreuung zu entscheiden. Alle Kinder, die für den Hort angemeldet sind, kommen gemeinsam in eine jahrgangsgemischte  Hortklasse. Im Schuljahr 11/12 besteht jeweils eine Hortklasse für Kinder der 1. bis 3. Jahrgangsstufe (Primaria I) und eine für Kinder der Jahrgangsstufe 4. bis 6. (Primaria II).

Beide Hortklassen arbeiten mit einer integrativen Ausrichtung. In Kooperation mit der Christophorus-Schule, Förderzentrum mit Schwerpunkt Förderung der geistigen Entwicklung, besteht bereits seit 1998 ein Außenklassenmodell mit der Montessori-Schule. Von der Einbindung von Menschen mit Behinderung profitieren alle Kinder, ErzieherInnen und Eltern. „Anders sein“ ist Normalität, Akzeptanz und Respekt voreinander sind wichtige Lernschritte für alle. Der Hortalltag wird gemeinsam bewältigt, Angebote und Aktivitäten stehen allen Kindern offen.

Daher sind in den heterogenen Hortklassen Kinder mit unterschiedlichen Fähigkeiten und unterschiedlichem Unterstützungsbedarf zu finden:

  • Ruhigere, zurückgezogene Kinder treffen auf quirlige Kinder mit viel Bewegungsbedarf
  • Ältere Kinder treffen auf jüngere Kinder
  • Selbständige Kinder treffen auf Kinder, die mehr Unterstützung brauchen

“Der Weg auf dem die Schwächen sich stärken ist der gleiche wie der, auf dem die Starken sich vervollkommnen.“ (Maria Montessori)

- Stärkung der sozialen Kompetenzen

Damit ein gutes soziales Miteinander gelingen kann, sind für die PädagogInnen besonders folgende Zielsetzungen relevant:

* Für Übersichtlichkeit sorgen
Ein überschaubarer, klar strukturierter Tagesablauf und klare Zuständigkeiten der pädagogischen MitarbeiterInnen sind für die Kinder wichtig, um den Alltag in den Hortklassen als Lern- und Lebensraum sinnvoll zu gestalten.  

* Verantwortung für klare Regeln und deren Einhaltung übernehmen
Regeln und Verhaltensweisen werden immer wieder – auch im Hinblick auf die veränderten Bedingungen im Hortalltag - zusammen mit den Kindern besprochen und für eine verbindliche Einhaltung gesorgt.  Die Kinder üben mit Unterstützung der ErzieherInnen freundliche, faire und für alle gültige Kommunikationsformen ein. Treten, Schlagen, Beissen etc. wird nicht geduldet.

* Konfliktlösungsstrategien trainieren
Mit Unterstützung der ErzieherInnen reflektieren die Kinder strittige Situationen, versuchen ihre Gefühle und die des Gegenübers wahrzunehmen und zu erkennen und zu einer zufriedenstellenden Konfliktlösung für alle Beteiligten zu kommen. Eine eigenverantwortliche Konfliktklärung bzw. die Prävention und Verminderung von Konflikten ist ein längerfristiges Ziel.

* Angebote schaffen, die den Bedürfnissen der Kinder entgegenkommen
Durch die vielfältigen Möglichkeiten der Horträume und die unterschiedlichen Fähigkeiten der Kinder und der MitarbeiterInnen gelingt es immer wieder, Angebote zu schaffen, die inhaltlich und thematisch an den Bedürfnissen der Kinder anknüpfen. Dies geschieht u.a. durch Einzel- und Gruppengespräche, offene und gezielte Angebote, Projektarbeit, Ausflüge, Themenwochen.

Durch das Hortklassenkonzept sind die Kinder über einen längeren Zeitraum zusammen, sie lernen sich besser kennen und der Aufbau von Freundschaften wird unterstützt. Soziale Kompetenzen wie Empathie, Rücksichtnahme und Kommunikationsfähigkeit  können dadurch besser gefördert werden



- Stärkung der personalen Kompetenzen

Kinder kommen mit unterschiedlichen Bedürfnissen, Erfahrungen und Fähigkeiten in den Hort. Für die PädagogInnen bedeutet das, jedes Kind in seiner Vielfältigkeit wahrzunehmen und individuelle Möglichkeiten zu finden, um persönliche Lebenskompetenzen zu stärken.

Die Pädagogik im Montessori-Hort orientiert sich dabei an den Stärken der Kinder. Sie sind eine wichtige Ressource, um weitere Entwicklungsschritte zu trainieren und einzelne Fähigkeiten und Fertigkeiten zu verbessern.

Besonders hervorzuheben sind folgende Schwerpunkte:

* Aufbau eines positiven Selbstwerts und Selbstbewusstsein
Die Auseinandersetzung mit der eigenen Gefühlswelt und dem eigenen Körper ist für jedes Kind eine tägliche neue Herausforderung. Einzelgespräche oder Austausch in vertrauten Bezugsgruppen helfen dabei, schwierige Situationen zu bewältigen. Körperkontakt wie auf den Schoß nehmen, trösten oder im Toberaum catchen ist ein weiterer Zugang, um Kinder zu befähigen, ihre emotionalen Bedürfnisse wahrzunehmen.


*  Förderung zur Selbständigkeit
Frei-Zeit organisieren, Langeweile aushalten, Busfahren lernen, in der Kindergruppe ein wichtiges Thema einbringen, schulische Themen am Nachmittag vertiefen, für andere Kinder ein Angebot planen und durchführen – die Kinder haben vielfältige Möglichkeiten, den Hortalltag eigenverantwortlich mitzugestalten, ihre Ideen und Meinungen einzubringen und umzusetzen.

2. 2 Hortklasse – Struktur

-          Tägliche Frühbetreuung von 7.25 – 8.10Uhr
Die Kinder der beiden Hortklassen kommen ab 7.25Uhr im Montessori-Hort an und werden dort von HortmitarbeiterInnen betreut. Sie können in ruhiger Atmosphäre frühstücken, ihre Freunde treffen, spielen, toben, lesen und das, was sie bewegt, loswerden. Die ErzieherInnen nehmen sich Zeit für die Kinder, stehen aber auch gerade für neue Horteltern als AnsprechpartnerInnen für Tür- und Angelgespräche zur Verfügung.

-          Unterrichtszeiten bis zum Mittagessen
Im Klassenverband der jeweiligen Hortklassen Primaria I und Primaria II arbeiten die Kinder von in der Regel von 8.10Uhr bis zur Mittagspause, je nach Stundenplan und Stufe zwischen 12.15Uhr und 12.45Uhr. Verschiedene Unterrichtsformen wie Freiarbeit, Fachunterricht und gebundener Unterricht wechseln sich dabei ab.

-          Mittagessenszeit und Freispiel
Die Kinder der beiden Hortklassen decken zusammen mit einer HorterzieherIn die Tische in der Mensa und bereiten das Mittagessen vor. Eine klare Struktur mit festen Tischgruppen und HorterzieherInnen, die die Kinder beim Mittagessen am Tisch unterstützen sorgen für Übersichtlichkeit.
Die Kinder machen praktische „Übungen des täglichen Lebens“ – ein wesentlicher Bestandteil der Montessori-Pädagogik. Geschirr und Besteck ordentlich auf den Tisch legen, Teller und Schüsseln für die jeweilige Tischgruppe bereitstellen, abdecken, Tische abwischen und die Stühle zurechtrücken – von der 1. bis zur 6. Klasse sind alle Kinder abwechselnd in den Tischdienst einbezogen.

Im Anschluss an das Essen haben die Kinder Freispielzeit, in der vor allem Bewegungsangebote gefragt sind. Fußballspielen im Freien oder in der Turnhalle, Bewegungsbaustelle  und Lauf- und Fangspiele gehören ebenso dazu wie Aktivitäten an der Kletterwand und auf den Seilen und Schaukeln im Toberaum oder beim Tischkickern. Auch der Pausehof steht für diverse Angebote wie Sandspiele, Stelzen laufen, Versteckspiele zur Verfügung.
Kinder, die die Mittagszeit lieber ruhiger verbringen möchten finden in der Bauecke und im Traumland ein ruhiges Plätzchen; Rollenspiele im Hochbau mit kleiner Wohnung und Kaufladen oder Verkleidungszimmer sind ebenso begehrte Orte für die offene Freispielzeit.


-          Vertiefungszeit am Nachmittag
Je nach Stundenplan findet vertiefter Nachmittagsunterricht statt, der von den HorterzieherInnen begleitet wird. Eine allgemeine tägliche Hausaufgabenzeit für alle Kinder gibt es nicht. Dafür bieten die Freiarbeit am Nachmittag sowie Arbeitsfelder, die klassenspezifische Projektthemen aufgreifen und vertiefen ein Ineinandergreifen von Schul- und Hortaktivitäten.

-          Freizeitangebote am Nachmittag: Ausflüge und Gruppenangebote
An den einzelnen Nachmittagen finden verschiedene Freizeitaktivitäten statt. Dabei ist der Donnerstag Nachmittag ein Horttag, an dem Zeit bleibt, um in kleineren Gruppen – je nach Alter der Kinder, Jahreszeit und Thema - Ausflüge in die nähere Umgebung durchzuführen. Dazu gehören:

* Schwimmen im Nautiland
* Ausflug zur Kinder- und Jugendfarm
* Kegeln
* Bücherei
* Forschercamp am Rudolf-Virchow-Zentrum
* Schlittschuhlaufen
* Fahrradfahren am Mainradweg
* Ausflüge zu diversen Spielplätzen


Bei den Ausflügen sind nicht nur Spaß und ein positives soziale Miteinander wichtig. Ein weiteres Ziel ist auch, dass die Kinder im Umgang mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Großraum Würzburg selbständig werden und sich ihre räumliche Orientierung verbessert.

In den Horträumen können die Kinder wählen zwischen Freispiel und Gruppenangeboten, die ebenfalls nach Alter, Interesse der Kinder und Projektthemen variieren. Beispiele hierfür sind:


* Jahreszeitliche Bastelangebote
* Werken
* Musik machen
* Gesellschaftsspiele
* Traumreisen
* hauswirtschaftliche Angebote


Besondere Aktionen und Aktivitäten


* Hortübernachtung
* Waldtage (mehrmals im Jahr)
* Organisation des Pausenverkaufs 1x pro Woche
* Mitgestaltung des Elternseminartags (Organisation, Catering)
* ganztägige Ferienbetreuung (Buß- und Bettag, Herbstferien,Fasching, Ostern, Sommer)
* Hortzeltlager (Pfingsten)

 

Beispiel eines Wochenplans der Primaria I-Hortklasse (1. bis 3. Jahrgangsstufe)


Stundenplan_Hortklasse_Primaria_I_2011-12.pdf


Anmerkungen zu den Stundenplänen: 

Die grünen Felder sind die Zeiten im Stundenplan, die als Hortzeiten anzusehen sind.
Die blauen Felder sind die Zeiten, die als Unterrichtszeiten zu betrachten sind.
Grüne und blaue Felder zusammen bilden die verbindlichen Kernzeiten der Hortklasse, die für alle Kinder verpflichtende Anwesenheitszeiten sind.

Die gelben Felder sind zusätzlich zu den Kernzeiten als Betreuungszeiten im Hort buchbar.

Im monatlichen Hortpreis von 90,-€ pro Monant sind alle Kernzeiten(grüne und blaue Felder), sowie bis zu 5 zusätzlich flexible Buchungsstunden (gelbe Felder) erhalten.
Bei mehr als 5 Stunden zusätzlicher Betreuungszeit (gelbe Felder) fällt der erhöhte Hortbeitrag von 110,-€ pro Monat an.

 

Beispiel eines Wochenplans der Primaria II-Hortklasse (4. bis 6. Jahrgangsstufe)

Stundenplan_Hortklasse_Primaria_II_2011-12.pdf

 



3. Räume und Plätze

Für die Kinder stehen in der Hortzeit folgende Räume zur Verfügung:

* Gruppenraum mit Basteltischen, Bauecke und Küchenzeile

 

IMG_5216

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


* Traumland als Lesezimmer und Rückzugsraum

 

 

IMG_5890

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

* Flüsternest mit Verkleidungsecke

 

* Hochbau mit Kaufladen und Puppenwohnung


* Aktionszimmer mit Kletterwand, Hängematte und Schaukel


* Toberaum mit Matratzen und Sprossenwand

 

 

DSC05419

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

* Kickerzimmer


* Hortflur mit Holzeinbauten mit Spieletisch und Rückzugsecken


* Toiletten für Jungs und Mädchen

Die ErzieherInnen nutzen das Hortbüro mit PC und Telefon zur Erledigung von Verwaltungsaufgaben. Außerdem finden dort Elterngespräche statt.

Indem sich Montessori-Hort und –Schule im gleichen Gebäude befinden, können die Hortkinder diverse Räume der Schule mitnutzen, vor allem das Außengelände mit Schulgarten, Fußballplatz, Sandkasten, Weidenhaus, Kletterhaus mit Rutsche, sowie den Hartplatz zum Fahrrad- und Inliner-Fahren.

 

IMG_5187

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auch die Turnhalle steht zeitweise für die Hortkinder zur Verfügung,

ebenso wie  Werk- und Kunsträume sowie Garderobe und Schuhfächer.

 

IMG_4919

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittagessen findet in der Mensa statt, die bei Bedarf bei grösseren Veranstaltungen (Elternabende, Feste) mit dem Theaterraum als Festsaal genutzt werden kann.

 

 

4. Essen und Verpflegung


Eine ausgewogene und gesunde Ernährung für die Kinder ist in der Hortklasse ein wichtiges Ziel. Die Kinder haben die Möglichkeit während der Schultage und in der Ferienbetreuung in den Horträumen zu frühstücken.

 

IMG_5146

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für das Mittagessen gibt es von Montag bis Donnerstag in der Mensa eine warme, kindgerechte Mahlzeit, die  über den Essensanbieter „Hofmann-Menü“  bezogen wird.

 

IMG_5373

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Am Freitag Mittag gibt es eine Mittagsmahlzeit im Hortgruppenraum (Suppe, Brote, Rohkost).
Zur Nachmittagsvesper im Hort und bei Ausflügen gibt es Wurst- und Käsebrote, verschiedene Obstsorten, Müsli und Quarkspeisen.

 

IMG_3694V0000413

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Seit November 2009 bereitet eine Kindergruppe der Primaria II-Hortklasse an einem Vormittag den Pausenverkauf vor. Die Kinder gehen mit einer ErzieherIn einkaufen und bereiten die gesunden Pausensnacks am Nachmittag vor. In diesem Projekt lernen die Kinder nicht nur, welche Lebensmittel im Rahmen einer gesunden Ernährung wichtig sind und wie sie diese verarbeiten können. Sie setzen sich auch mit den weitergehenden Inhalten wie Planung und Kalkulation, Einkauf und Transport, Werbung und Zielgruppe auseinander.
Wichtiges Ziel ist, die Kinder auf vielfältige Art und Weise beim Thema „Gesunde Ernährung“ einzubinden und im Hortalltag immer wieder Situationen zu nutzen, um das Interesse und die Verantwortung für das eigene Essverhalten zu reflektieren. Die Kinder suchen Gerichte für das warme Mittagessen aus, sie übernehmen Tischdienste, sie bereiten die Nachmittagsvesper vor, sie schnippeln Obst und Gemüse für Rohkost und bereiten – auch im Rahmen von gezielten hauswirtschaftlichen Angeboten – Essen zu.


5. Pädagogisches Team

Interdisziplinäres und vernetztes Arbeiten gehört im Montessori-Hort dazu:
Fachkräfte mit pädagogischer Ausbildung als Sozialpädagogin, Erzieher/in, Kinderpfleger/in mit mehrjähriger Berufs- und Montessori-Erfahrung werden von Praktikant/innen unterstützt, die sich in der Ausbildung zur/zum Erzieher/in befinden. Wichtig ist dabei, dass die Kinder sich an weiblichen und männlichen Bezugserziehenden orientieren können. Durch die Weiterbildung als Montessori-PädagogIn sind die pädagogischen MitarbeiterInnen des Horts sehr gut qualifiziert, um die Hortklassenkinder in der Freiarbeit-Vertiefungszeit am Nachmittag zu begleiten. Fortbildungen und Hospitationen, insbesondere auch im Hinblick auf integrative und inklusive Pädagogik, werden besonders gefördert.

Bei Bedarf arbeitet das Hortteam darüber hinaus mit Beratungsstellen und therapeutischen Fachkräften (z.B. Ergotherapie, Reittherapeutin, Kinder- und Jugendfachärzte) zusammen.

 

P1020299

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


6. Hort und Schule – Wege einer professionellen Zusammenarbeit


Durch die Bildung der Hortklassen findet zwischen Hort- und Schulpersonal eine intensive Zusammenarbeit statt. An wöchentlichen gemeinsamen Teambesprechungen nehmen die Klassleitung, FreiarbeitspädagogIn, Heil- und SonderpädagogIn der Christophorus-Schule und die ErzieherInnen, KinderpflegerInnen und PraktikantIn des Horts teil.
Inhalte der pädagogischen Zusammenarbeit sind insbesondere:

 

 

- Erarbeitung einer pädagogischen Zielsetzung zur ganzheitlichen Entwicklung der Kinder (Erstellung eines gemeinsamen Beobachtungsbogens)
- Vorbereitung, Durchführung und Reflexion von Elterngesprächen
- Planung und Durchführung von Projekten im Schul- und Freizeitbereich (Bsp. Themenschwerpunkt Mittelalter, Pausenverkauf, Forschercamp)
- Gemeinsame Hortklassenelternabende
- Gemeinsame Feste und Feiern
- Teilnahme an pädagogischen Tagen, Hospitationen und Fortbildungen
- Supervision

 

 

7. Erziehungspartnerschaft - Eltern und Hortteam


Der Montessori-Hort versteht sich als familienunterstützende und familienergänzende Einrichtung. Mit dem Hortklassenkonzept verbessern sich die Angebote für Eltern, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu gewährleisten:


- Frühbetreuung während der Schulzeit und an den Ferienbetreuungstagen ab 7.25Uhr
- Flexible Öffnungszeiten bis 17.15Uhr (Montag bis Donnerstag) bzw. 15.15Uhr (Freitag)
- Flexible Elterngesprächszeiten nach individueller Terminabsprache
- Unterstützung beim Nachhauseweg durch Mobilitätstraining mit Busbegleitung


Das pädagogische Team sieht sich als kompetenten Ansprechpartner für Eltern bei Erziehungsfragen und versucht Eltern in ihrem Alltag mit den Kindern zu unterstützen. Eltern und ErzieherInnen sind Erziehungspartner, die durch ihre verschiedenen Blickwinkel und Erfahrungen zum Wohl des Kindes zusammenarbeiten.
Organisatorische Informationen und pädagogischer Austausch finden auf vielfältige Art und Weise statt:

 

  • * Schriftliche Informationen durch Elternbriefe, Newsletter und Hortflyer über Themen, Zielsetzungen, Angebote und Inhalte zum Hortklassenalltag
  • * Telefonate
  • * Tür- und Angelgespräche während der Bring- und Abholzeiten
  • * Strukturierte Elterngespräche
  • * Elternabende
  • * Schriftliche Elternbefragung und Einbindung der Eltern in die Konzeptarbeit
  • * Teilnahme der Eltern an Festen und Hortveranstaltungen
  • * Hospitation der Eltern im Hortklassenalltag
  • * Einbezug von Eltern zur Durchführung pädagogischer Angebote am Nachmittag


Eltern unterstützen die pädagogische Arbeit im Hort darüber hinaus durch das Einbringen von Arbeitsstunden, z.B. indem sie Renovierungsarbeiten, Fahrdienste, Angebote u.ä. übernehmen.

 

 

6. Kosten und Finanzierung

 


Rechtliche Grundlage der Hortarbeit bildet das Bayerische Kinderbildungs- und betreuungsgesetz (BayKiBiG), in dem auch die Finanzierung geregelt ist.

Die Finanzierung besteht im Wesentlichen aus:

 

  1. monatlichem Elternbeitrag
  2. kommunalen Zuschüssen
  3. staatlichen Zuschüssen

 

Buchungszeit im Wochendurchschnitt (Elternbeitrag pro Monat jeweils von September bis August):

 

* 15-20 Wochenstunden (verbindliche Anwesenheitszeit)          = 90,-€
* mehr als 20 Wochenstunden (zusätzliche Buchungszeit)       = 110,-€


Das Essensgeld für Frühstück, warmes Mittagessen, Getränke, Obst und den Nachmittagsimbiss beträgt 50,-€ pro Monat (12 Monate, Stand: September 2010)
Bei Ausflügen werden ggf. Fahrtkosten und Eintrittsgelder separat verrechnet.

Mit dem monatlichen Elternbeitrag ist nicht nur die Betreuung während der Schulzeit abgedeckt, sondern eine ganztägige Betreuung in mehreren Ferienwochen pro Schuljahr. Die Ferienbetreuungszeiten werden zu Beginn des Schuljahres mit dem Elternbeirat festgelegt.

 

Der Monatsbeitrag für die Hortklasse setzt sich daher wie folgt zusammen:

Schulgeld (einkommensabhängig) + Hortbeitrag (nach Buchungszeit) + Essensgeld

Empfohlene Links:

Banner